Neuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für Stabilitätskurs
Wally KlemtNeuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für Stabilitätskurs
Bernd Neuendorf ist für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wiedergewählt worden. Die 253 stimmberechtigten Delegierten unterstützten seine Kandidatur einstimmig. Unter seiner Führung hat der Verband nach Jahren der Defizite wieder finanzielle Stabilität erreicht.
Auf derselben Versammlung wurde Silke Sinning in einer knappen Abstimmung zur Vizepräsidentin gewählt. Zudem ehrte der DFB ehemalige Spielerinnen und Spieler, indem er neue Ehrenkapitäne für die Nationalmannschaft berief.
Neuendorf hatte das Amt übernommen, als der DFB mit einem jährlichen strukturellen Defizit von 20 Millionen Euro konfrontiert war. Unter seiner Leitung wurde dieses Minus inzwischen ausgeglichen. Er kündigte an, die verbleibenden Schulden für den DFB-Campus bis zum Ende seiner nächsten Amtszeit zu tilgen. Darüber hinaus strebt der Verband an, bis 2029 Rücklagen in Höhe von 100 Millionen Euro aufzubauen.
Bei der Wahl setzte sich Silke Sinning, Vorsitzende des Hessischen Fußball-Verbands und Sportwissenschaftlerin, mit 124 Stimmen gegen ihre Mitbewerberin Silke Raml durch, die 113 Stimmen erhielt. Neuendorf selbst betonte die verbesserte finanzielle Lage des DFB und bezeichnete die Phase als Zeit der Stabilisierung und Konsolidierung.
Neben den personellen Veränderungen ernannte der DFB drei neue Ehrenkapitäne. Bernard Dietz wurde als siebter Ehrenkapitän der Nationalmannschaft ausgezeichnet. Postum wurden Silvia Neid und Doris Fitschen geehrt – zwei prägende Persönlichkeiten der deutschen Fußballgeschichte.
Mit Neuendorfs Wiederwahl setzt der DFB seinen Kurs der finanziellen Erholung fort. Ziel ist es, die Schulden abzubauen und bis 2029 Rücklagen von 100 Millionen Euro zu bilden. Sinnings Berufung und die neuen Ehrenkapitäne stehen zugleich für Fortschritt und Tradition im deutschen Fußball.






