04 March 2026, 20:47

Alarmierende Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter besonders gefährlich sind

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts auf Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von Stadtlichtern.

Alarmierende Fahrradunfälle im Rhein-Kreis Neuss: Warum Herbst und Winter besonders gefährlich sind

Verkehrssicherheitsbehörden im Rhein-Kreis Neuss haben nach einer Reihe von Fahrradunfällen gegen Ende des Jahres 2025 Alarm geschlagen. Allein im November gab es drei schwere Vorfälle, die die anhaltenden Risiken für Radfahrerinnen und Radfahrer in den Herbst- und Wintermonaten unterstreichen. Die Behörden rufen sowohl Radfahrende als auch Autofahrende zu erhöhter Vorsicht auf, da sich die Bedingungen weiter verschlechtern.

Im Oktober ereigneten sich im gesamten Kreisgebiet 21 Fahrradunfälle – ein Rückgang gegenüber den Spitzenwerten im Sommer, aber immer noch zu hoch. Bei einem Vorfall blieb das Rad einer Fahrradfahrerin in den Straßenbahnschienen auf nasser Fahrbahn stecken, was zu Verletzungen führte. Ein weiterer Unfall passierte in Dormagen, wo ein 14-jähriger E-Bike-Fahrer die Vorfahrt missachtete und es zu einem schweren Zusammenstoß kam.

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In Grevenbroich erlitt ein betrunkener Radfahrer nach einem Sturz auf nassem Laub schwere Kopfverletzungen. Der Unfall unterstrich die Bedeutung von Helmen, die das Risiko lebensbedrohlicher Verletzungen deutlich verringern. Schlechte Beleuchtung und rutschige Straßen in den Herbst- und Wintermonaten tragen zu einer höheren Unfallgefahr bei.

Die örtlichen Behörden erinnern Radfahrende daran, durch helle, reflektierende Kleidung und funktionierende Fahrradbeleuchtung gut sichtbar zu bleiben. Zudem sollten sie ausreichend Abstand zu Fahrzeugen halten, Radwege nutzen, wo immer möglich, und die Verkehrsregeln einhalten. Auch Autofahrende sind in der Pflicht, wachsam zu bleiben und defensiv zu fahren, besonders im Umgang mit Radfahrenden.

Die jüngsten Unfälle zeigen einmal mehr, dass Verkehrssicherheit eine gemeinsame Verantwortung ist. Radfahrende werden aufgefordert, Helme zu tragen, für ausreichende Beleuchtung zu sorgen und riskantes Verhalten wie Fahren unter Alkoholeinfluss zu vermeiden. Gleichzeitig müssen Autofahrende besonders aufmerksam sein, da die dunkleren und nasseren Bedingungen Radfahrende schwerer erkennbar machen.