Forsa-Gründer Manfred Güllner zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück – doch bleibt dem Institut verbunden

Paulina Mangold
Paulina Mangold
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Eine Liniengrafik, die die erhöhte Ausgabe von BAA über verschiedene Branchen zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Paulina Mangold

Forsa-Gründer Manfred Güllner zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück – doch bleibt dem Institut verbunden

Manfred Güllner, Gründer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, zieht sich nach Jahrzehnten in der Umfrageforschung aus dem Tagesgeschäft zurück. Zwar wird er das Unternehmen nicht mehr leiten, bleibt aber als Berater für politische Studien tätig und wird weiterhin seine Einsichten in einem Newsletter teilen. Sein Rückzug markiert einen Wandel in Forsas Methoden, da sich das Institut neuen Herausforderungen bei der Datenerhebung stellt.

Güllner begann seine Karriere, indem er aus einem Hobby einen Beruf machte, und baute Forsa zu einem renommierten Namen in der Umfrageforschung auf. Im Laufe der Jahre verfeinerte das Institut seine Vorgehensweise und testete 2024 Online-Umfragen auf Basis amtlicher Melderegisterdaten. Ab 2025 führt Forsa regionale Studien als offline-rekrutierte Online-Befragungen durch und verabschiedet sich damit von den traditionellen Telefoninterviews (CATI), um die Genauigkeit zu erhöhen.

Trotz des Aufstiegs von Technologiekonzernen mit riesigen Datenbeständen betont Güllner, dass direkte Befragungen unverzichtbar bleiben. Er argumentiert, dass das Abfragen von Meinungen nicht vollständig durch Algorithmen oder digitale Spuren ersetzt werden kann. Dennoch äußert er Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Branche und warnt vor verantwortungslosem Umgang mit Daten durch Medien und Politiker. Zudem fürchtet er, dass unseriöse Forscher mit unzuverlässigen Daten das öffentliche Vertrauen in Umfragen untergraben könnten.

Auch in seiner reduzierten Rolle wird Güllner weiterhin täglich über aktuelle Umfrageergebnisse informiert sein. Seine Erfahrung wird die Führung von Forsa begleiten, während sein Newsletter die Öffentlichkeit und Medien über sich wandelnde Trends auf dem Laufenden hält.

Forsas Übergang spiegelt die größeren Veränderungen in der Meinungsforschung wider, die neue Technologien mit bewährten Methoden in Einklang bringen. Güllners anhaltendes Engagement sichert Kontinuität, auch wenn sich sein Fokus nun auf die Beratung verlagert. Die Zukunft des Instituts wird davon abhängen, Präzision zu wahren und sich gleichzeitig in einer sich wandelnden Datenlandschaft zurechtzufinden.

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