Prozess um mutmaßlichen Treppensturz: War es Mordversuch oder doch ein Unfall?
Wally KlemtProzess um mutmaßlichen Treppensturz: War es Mordversuch oder doch ein Unfall?
Ein 25-jähriger Mann aus Duisburg steht vor Gericht, weil er angeblich einen stark betrunkenen 29-Jährigen im Februar 2023 an der U-Bahn-Station Harry-Epstein-Platz eine Treppe hinabgestoßen haben soll. Das Opfer erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen. Die Behörden gingen zunächst von einem unfall aus, doch neue Beweise lenkten die Ermittlungen in eine andere Richtung.
Der Vorfall ereignete sich spät in der Nacht, als sich der stark alkoholisierte 29-Jährige in der Nähe der Stationstreppe aufhielt. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Angeklagte mit dem Mann interagiert, bevor dieser mehrere Meter in die Tiefe stürzt. Der Verletzte wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert, fiel später jedoch ins Koma.
Die Ermittler nahmen anfangs an, dass der Sturz ein unfall gewesen sei. Doch das Opfer behauptete später, gestoßen worden zu sein, woraufhin die Aufnahmen erneut überprüft wurden. Die Motive des Angeklagten sind nach wie vor unklar, und seit dem Vorfall gab es keine offiziellen Updates zum Gesundheitszustand des Opfers.
Das Verfahren nähert sich seinem Ende, und mit einem Urteil wird Mitte März gerechnet. Sollte der 25-Jährige wegen versuchten Totschlags verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
In den kommenden Wochen wird das Gericht sein Urteil verkünden. Entscheidend ist, ob die Staatsanwaltschaft die Täterabsicht zweifelsfrei nachweisen kann. Der Fall zeigt, wie wichtig Videoaufnahmen sein können, um anfängliche unfallbewertungen zu revidieren.






