Das Ende der Frankfurter Rundschau: 30 Jobs fallen der Schließung zum Opfer

Paulina Mangold
Paulina Mangold
2 Min.
Eine alte Zeitung namens "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die sich unterhält.Paulina Mangold

Das Ende der Frankfurter Rundschau: 30 Jobs fallen der Schließung zum Opfer

Die Frankfurter Rundschau wird am 1. April 2026 endgültig eingestellt und beendet damit ihre Ära unter dem Verlag Heinen-Verlag. Die Schließung folgt auf wirtschaftliche Schwierigkeiten, die im März 2026 zur Übernahme durch den DuMont-Konzern führten. Rund 30 fest angestellte Mitarbeiter, darunter führende Köpfe der Redaktion, verlieren dadurch ihre Arbeitsplätze.

Die Einstellung der Zeitung bestätigte Chefreporter und stellvertretender Chefredakteur Philipp Überall in einem LinkedIn-Beitrag. Er bezeichnete die Entscheidung als tiefgreifenden Einschlag – nicht nur für das Team, sondern auch für die Medienvielfalt in der Region. Überall war erst vor etwa einem Jahr zur Rundschau gestoßen, in der Hoffnung, sie zu seiner "journalistischen Heimat" zu machen.

Verleger Johannes Heinen hat faire Abfindungsregelungen für die Betroffenen zugesagt. Dennoch stößt der Schritt auf scharfe Kritik seitens der Journalistengewerkschaften, die die Stellenstreichungen als Teil eines besorgniserregenden Rückgangs des Regionaljournalismus brandmarken.

Überall, der nun offen nach neuen beruflichen Perspektiven sucht, signalisierte Bereitschaft, in Köln, dem Rheinland oder Nordrhein-Westfalen zu bleiben. Sein öffentlicher #OpenToWork-Beitrag unterstreicht, wie Branchenumbrüche selbst erfahrene Führungskräfte in Redaktionen verdrängen.

Das Aus der Zeitung folgt auf die Übernahme durch DuMont im vergangenen Monat, die nach finanziellen Problemen des Heinen-Verlags erfolgte. Damals waren bereits über 50 Stellenabbau angekündigt worden – die nun beschlossene Schließung löscht den Titel vollständig aus.

Mit der Einstellung verlieren 30 Mitarbeiter ihre Anstellung, und eine langjährige Stimme verschwindet aus der Kölner Medienlandschaft. Überalls Jobsuche und die gewerkschaftliche Kritik verdeutlichen die größeren Herausforderungen, vor denen der Lokaljournalismus steht. Die letzte Ausgabe der Rundschau erscheint am 31. März 2026.

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