Satire trifft Kemptener Kommunalwahl: Bürgermeisterin und Herausforderer im Comedy-Feuer
Paulina MangoldSatire trifft Kemptener Kommunalwahl: Bürgermeisterin und Herausforderer im Comedy-Feuer
Satirische Comedy-Sketchs nehmen Kemptener Kommunalwahl auf die Schippe – Bürgermeisterin und Herausforderer im Fadenkreuz
In einem satirischen Comedy-Auftritt wurde die Kommunalwahl in Kempten auf humorvolle Weise seziert – mit Spitzen gegen die amtierende Bürgermeisterin und ihre Konkurrenten. Der Arzt und Comedian Spitzer karikierte die politischen Akteure mit überzeichneten Klischees und spielerischen Warnungen vor Machtmissbrauch.
Der Sketch begann mit einer frechen Selbstironie Spitzers, der sang: "Ich zahle keinen Cent fürs Parken – in Kempten kennt mich jeder." Danach nahm er die Bürgermeisterkandidaten ins Visier. Franz-Josef Natterer-Babych wurde als eitelster Narzisst dargestellt, der sich ständig im Spiegel bewundert, während Katharina Schrader als tollpatschige Frau Holle auftrat, die über die Stadt Herzchen verstreut – eine chaotische, aber liebenswerte Figur.
Eine fiktive Hexe Mechthild erteilte eine strenge Lektion: Ein politisches Mandat sei kein Andenken. Dominik Tartler hingegen wurde als zu jung und unerfahren für das Amt abgetan. Auch DonQuiSchoche hatte einen Auftritt – als aussichtsloser Kämpfer gegen die dominierende CSU im Wahlkampf.
Am Ende blieb die Frage, ob Rechenmeister Eigstler oder Hai Wilhelm die Amtsinhaberin, die als Hausdrache Indra Baier-Müller persifliert wurde, ernsthaft ersetzen könnten. Die Freien Demokraten (FDP) wurden als einzige Partei erwähnt, die die Bürgermeisterin in ihrer Bewerbung für eine dritte Amtszeit unterstützt.
Spitzer baute auch einen Witz über seine ärztliche Praxis ein – er behaupte, nie Patienten auf Durchfall untersucht zu haben – und unterstrich damit den respektlosen Ton des Auftritts.
Mit Humor und Übertreibung entlarvte der Auftritt die Absurditäten der Lokalpolitik. Zwar wurden die Schwächen der Kandidaten schonungslos auf die Schippe genommen, doch eine echte Empfehlung für einen der Herausforderer blieb aus. Einzig die FDP-Position zugunsten der Amtsinhaberin kristallisierte sich als klare politische Haltung heraus.






