Wuppertal wird zum Kletter-Mekka: Landesmeisterschaften im Bouldern locken über 100 Athleten
Eggert StriebitzWuppertal wird zum Kletter-Mekka: Landesmeisterschaften im Bouldern locken über 100 Athleten
Wuppertal richtet an diesem Wochenende die Landesmeisterschaften im Bouldern aus – mehr als 100 Athletinnen und Athleten werden dabei um den Titel kämpfen. Die Wettkämpfe finden in einer Halle im Industriegebiet statt und bieten Routen für alle Leistungsstufen. Die Stadt festigt ihren Ruf als Kletter-Hotspot und verfügt mittlerweile über drei spezialisierte Boulderhallen.
Beim Bouldern geht es darum, kurze, anspruchsvolle Kletterpassagen von bis zu 4,5 Metern Höhe ohne Seil oder Gurt zu bewältigen. Die Sportlerinnen und Sportler setzen dabei auf Kraft, Balance und präzise Bewegungen, um die sogenannten "Probleme" – die vorgegebenen Routen – zu meistern. Internationale Bekanntheit erlangte die Disziplin nach ihrer Premiere bei den Olympischen Spielen 2021 als Teil des Sportkletterns.
Das diesjährige Turnier beginnt mit Qualifikationsrunden, in denen die Teilnehmer fünf verschiedene Probleme lösen müssen. Nur die besten acht ziehen ins Finale ein. Abseits der Wettkämpfe bietet die Boulderhalle im Wuppertaler Stadtteil Vohwinkel auch leichtere Routen an, sodass der Sport für Anfänger und Freizeitkletterer zugänglich bleibt.
Deutschland verzeichnet einen regelrechten Boulder-Boom: 2023 waren über eine Million aktive Kletterer registriert, davon rund 500.000, die regelmäßig bouldern. Die Zahlen spiegeln den rasanten Aufstieg der Sportart in den vergangenen Jahren wider.
Die Meisterschaft wird nicht nur Spitzenleistungen zeigen, sondern auch die wachsende Community rund um das Bouldern in den Fokus rücken. Mit ihren modernen Anlagen und dem inklusiven Konzept der Veranstaltung will Wuppertal Kletterbegeisterte aller Niveaus ansprechen. Angesichts der steigenden Popularität dürfte die Zahl der Aktiven in den kommenden Jahren weiter zunehmen.






