22 February 2026, 22:45

Junger Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor der Schließung und setzt auf Digitalisierung

Eine Apotheke namens "The Generics Pharmacy" ist von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen und Kraftfahrzeugen auf der Straße unter einem klaren blauen Himmel umgeben.

Junger Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor der Schließung und setzt auf Digitalisierung

Aykut Akkaya, ein 31-jähriger Apotheker, hat die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen, nachdem der vorherige Inhaber Insolvenz anmelden musste. Der Schritt folgt auf seinen erfolgreichen Kauf der Zeppelin-Apotheke in Ahlen nur ein Jahr zuvor, wo er zuvor vier Jahre lang als Filialleiter tätig gewesen war.

Trotz eines bundesweiten Trends von Apotheken-Schließungen in Deutschland sieht Akkaya großes Potenzial im Standort Hamm, der als einzige Apotheke im Stadtteil Pelkum fungiert.

Die Übernahme genehmigte die Bank nach Vorlage detaillierter Finanzprognosen, in denen Akkaya die Wachstumschancen der Apotheke aufzeigte. Damit konnte er Bedenken ausräumen, die mit den früheren finanziellen Schwierigkeiten zusammenhingen. Zwar war die Barbara-Apotheke selbst nicht verschuldet, doch Probleme wie hohe Personalkosten waren bereits vor der Übernahme behoben worden.

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Der Apotheker leitet nun zwei Standorte, an denen jeweils 13 Mitarbeiter beschäftigt sind. Sein Vertrauen in die Bewältigung beider Apotheken speist sich aus seiner früheren Erfahrung bei der Zeppelin-Apotheke, wo er bereits operative Verbesserungen umgesetzt hat.

In den vergangenen zehn Jahren hat Deutschland einen stetigen Rückgang der Apothekenzahlen verzeichnet: von 20.249 auf 17.041 – das entspricht etwa 3.208 Schließungen. Pro Jahr verschwinden damit durchschnittlich rund 500 Apotheken; seit 2013 hat fast jede fünfte geschlossen. Besonders betroffene Regionen gibt es zwar nicht, doch der allgemeine Rückgang unterstreicht die Herausforderungen der Branche.

Für die Zukunft plant Akkaya, beide Apotheken durch Digitalisierung zu modernisieren. Dazu gehören der Ausbau von Online-Bestellmöglichkeiten und eine stärkere Präsenz in sozialen Medien, um jüngere Kunden zu gewinnen. Die Maßnahmen sollen die langfristige Stabilität in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt sichern.

Die Barbara-Apotheke bleibt der einzige Anbieter in Pelkum und schließt damit eine wichtige Lücke in der lokalen Gesundheitsversorgung. Akkayas Strategie – eine Kombination aus digitaler Expansion und effizientem Management – könnte als Vorbild dienen, um unabhängige Apotheken trotz des branchenweiten Rückgangs zu erhalten. Seine Doppelführung zweier Standorte wird zeigen, ob gezielte Modernisierung den Schließungstrend in der Region umkehren kann.