Bergisch Gladbach kämpft mit akutem Mangel an Kita-Plätzen für unter Dreijährige
Paulina MangoldBergisch Gladbach kämpft mit akutem Mangel an Kita-Plätzen für unter Dreijährige
Bergisch Gladbach steht vor Engpässen bei Kita-Plätzen für das kommende Kindergartenjahr. Trotz rückläufiger Geburtenzahlen fehlen in der Stadt weiterhin 100 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Verzögerungen bei Bauvorhaben und Planungsprobleme haben die Situation verschärft – Eltern sind verärgert, die Verwaltung rechnet mit Klagen.
Die Gesamtzahl der geplanten Kita-Plätze ist in diesem Jahr erneut gesunken. Für 2024/25 stehen 4.221 Plätze zur Verfügung, nach 4.266 im Vorjahr und 4.312 im Jahr davor. Der Rückgang spiegelt die nachlassende Nachfrage aufgrund geringerer Geburtenzahlen wider, doch das Angebot passt sich nicht schnell genug an.
Besonders groß ist die Lücke bei der Betreuung der jüngsten Kinder. Für unter Zweijährige fehlen 116 Plätze, während es für die Altersgruppe der Zwei- bis Dreijährigen 116 Plätze zu viel gibt. Insgesamt mangelt es im U3-Bereich (Kinder) an 100 Plätzen – für ältere Kinder gibt es dagegen keine Engpässe.
Auch bei der Kindertagespflege gab es Kürzungen. Die Stadt plant nun 364 Plätze, nach 378 im Jahr 2025/26 und 389 in 2024/25. Dennoch werde die aktuelle Nachfrage nach Tagesmüttern und -vätern gedeckt, heißt es aus der Verwaltung. Um den Druck zu mindern, wurden 65 Kita-Gruppen vorübergehend überbelegt – eine Notlösung, die nur begrenzt hilft.
Langfristige Planungen haben das Problem nicht gelöst. Zwar sehen die Prognosen für 2026/27 vor, 609 U3-Plätze bereitzustellen, doch aktualisierte Geburtenzahlen deuten darauf hin, dass die Nachfrage geringer ausfallen könnte als befürchtet. Dennoch führen Bauverzögerungen dazu, dass selbst die angepassten Ziele nicht termingerecht erreicht werden.
Die Stadtverwaltung stellt sich auf Klagen von Eltern ein, die keinen Kita-Platz für ihr Kind bekommen. Mit weniger Plätzen als in den Vorjahren bleibt die Lage angespannt. Zwar habe der Geburtenrückgang die Versorgungslücke verringert, räumen Beamte ein – doch die Bauverzögerungen bremsen weiterhin die Kapazitäten aus.






