Marburger Karneval endet mit Hexenverbrennung und Hoffnung auf 2025
Eggert StriebitzMarburger Karneval endet mit Hexenverbrennung und Hoffnung auf 2025
Marburgs Karnevalssaison geht mit einem Höhepunkt zu Ende
Die diesjährige Karnevalszeit in Marburg ist zu Ende gegangen – und die Feierlichkeiten fanden einen fulminanten Abschluss. Seit Jahrzehnten zieht die hessische Universitätsstadt mit ihrem Rosenmontagszug Zehntausende an, der mit satirischen Wagen und skurrilen Bräuchen wie der symbolischen "Marburger Hexenverbrennung" aufwartet. In diesem Jahr ehrten die Veranstalter die vielen Ehrenamtlichen, ohne die die Festlichkeiten nicht möglich gewesen wären, und blicken zugleich voller Vorfreude auf die Rückkehr des beliebten Umzugs im nächsten Jahr.
Den Abschluss der diesjährigen Session bildete die feierliche Rückgabe der Stadtschlüssel. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, die Stadträtin Kirsten Dinnebier und ein Vertreter der Freiwilligen nahmen die symbolische Übergabe entgegen – und markierten damit offiziell das Ende der Karnevalszeit. Spies bedankte sich öffentlich bei den Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz die Straßen der Stadt mit Lachen und unvergesslichen Momenten füllten.
Auch das Marburger Karnevalsfest-Komitee würdigte besondere Verdienste: Die renommierten Auszeichnungen "Hahnenorden" und "Ratsherrenorden" gingen an engagierte Persönlichkeiten, die wochenlang die Planung und Durchführung der Veranstaltungen übernommen hatten. Die Ehrungen unterstrichen den gemeinschaftlichen Einsatz hinter den Umzugswagen, Bühnenauftritten und den jahrhundertealten Traditionen, die den Marburger Karneval so einzigartig machen.
Mit Blick auf die Zukunft kündigten das diesjährige Prinzenpaar – Vanessa I. und Antoni I. – sowie die Organisatoren Lars Küllmer und Toni Ahlendorf an, den Rosenmontagszug 2025 wieder aufleben zu lassen. Die Veranstaltung, die einst bis zu 150 angemeldete Gruppen anzog, benötigt mindestens 50 Teilnehmer, um stattfinden zu können. Um die nötige Unterstützung zu sichern, hat das Komitee bereits erste Gespräche mit lokalen Unternehmen und Vereinen aufgenommen – in der Hoffnung, den Umzug zu alter Größe zurückzuführen.
Der Erfolg des Karnevals basierte auf wochenlanger Vorbereitung durch unzählige Freiwillige, die Wagen bauten, Auftritte koordinierten und die Feste möglich machten. Mit der Rückgabe der Schlüssel und der Verleihung der Orden rückt nun die Planung für das nächste Jahr in den Fokus. Ob der Zug tatsächlich wieder durch Marburgs Straßen zieht, hängt von ausreichend Anmeldungen und dem Engagement der Bürgerschaft ab – doch die Stadt will eine ihrer liebsten Traditionen zurückholen.






