20 February 2026, 16:06

Fünf Jahre Haft für brutalen Autounfall auf Düsseldorfer Straßenfest

Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Autounfalls an einer Straßenkreuzung mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein Lieferwagen, einer Gruppe von Menschen drumherum und im Hintergrund Gebäuden, Bäumen, Pfählen und Texttafeln.

Frau absichtlich überfahren: Fünf Jahre Haft - Fünf Jahre Haft für brutalen Autounfall auf Düsseldorfer Straßenfest

Ein 22-jähriger Mann ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er seine Lebensgefährtin Tante vorsätzlich mit einem Auto überfahren hatte. Die Tat ereignete sich während eines Straßenfests in Düsseldorf im September 2022. Das Urteil hat die Spannungen zwischen den verfeindeten Familien weiter angeheizt.

Der Vorfall spielte sich am 7. September 2022 ab, als der Angeklagte sein Fahrzeug über die wehrlose Frau fuhr, die am Boden lag. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass er mit tödlicher Absicht handelte, und verurteilte ihn wegen versuchten Totschlags. Neben der Haftstrafe wurde er zur Zahlung von 9.000 Euro Schadensersatz an die Familie des Opfers verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert, während der Anwalt der Geschädigten sechs Jahre und acht Monate Haft sowie 24.000 Euro Schmerzensgeld verlangte. Vor der Urteilsverkündung waren die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, da mit Ausschreitungen gerechnet wurde.

Während des Prozesses kam es im Flur des Gerichtsgebäudes zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Angehörigen beider Seiten. Mehrere Personen wurden bei der Schlägerei verletzt. Der Verteidiger des Angeklagten hat inzwischen angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Das Opfer war die Tante der Lebensgefährtin des Angeklagten, mit der er nach Sinti- und Roma-Tradition verheiratet ist. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

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Das Urteil bringt den Fall vorläufig zu einem Abschluss, der die Gräben zwischen den beiden Familien weiter vertieft hat. Der Verurteilte muss nun fünf Jahre ins Gefängnis, doch eine Berufung könnte das Verfahren in die Länge ziehen. Angesichts der anhaltenden Spannungen nach dem Urteil bleiben die Sicherheitsbedenken hoch.