Brüder bauten verbotene Krähenfalle – Ermittlungen wegen Artenschutzverstoßes
Wally KlemtBrüder bauten verbotene Krähenfalle – Ermittlungen wegen Artenschutzverstoßes
Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf stehen unter dem Verdacht, in einem örtlichen Wald eine illegale Krähenfalle gebaut zu haben. Der selbstgebaute Käfig, der speziell zum Fang von Vögeln konstruiert war, wurde Anfang dieses Jahres entdeckt, nachdem Tierschützer Alarm geschlagen hatten.
Die Falle wurde im Januar 2024 von Aktivisten gefunden, die umgehend die Behörde informierten. Es handelte sich um einen großen, trichterförmigen Käfig, in den Krähen zwar hineingelangen, aus dem sie aber nicht mehr entkommen konnten. Solche Vorrichtungen sind nach dem Artenschutzrecht verboten.
Die Behörde konnte die Verdächtigen später mithilfe von Aufnahmen einer Wildkamera identifizieren, die in der Nähe des Fundorts installiert war. Beide Männer, die Brüder sind, bestreiten, dass die Falle in Betrieb war. Ermittler widersprechen dieser Darstellung jedoch und betonen, dass die Konstruktion voll funktionsfähig gewesen sei.
Das Motiv hinter der Falle bleibt unklar. Bisher wurde am Tatort nur der Kadaver eines Raben als Beweis für eine Schädigung gefunden.
Der Fall wird weiterhin untersucht, wobei die Behörde die Umstände rund um den Bau der Falle prüft. Bei einer Verurteilung drohen den Brüdern Strafen nach den Vorschriften des Artenschutzes. Die Entdeckung hat zudem bei lokalen Naturschutzgruppen Besorgnis über illegale Fallenstellung in der Region ausgelöst.






