ZDF strahlt KI-generierte Falschmeldungen im heute-journal aus – und löst Skandal aus

Evelin Kostolzin
Evelin Kostolzin
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Alte russische Zeitungsvorderseite mit einem Schwarz-Weiß-Bild eines ernst dreinblickenden Mannes, der den Betrachter ansieht.Evelin Kostolzin

"Skandalöse Fälschung": Scharfe Kritik an der ZDF-Nutzung von künstlichen Videos - ZDF strahlt KI-generierte Falschmeldungen im heute-journal aus – und löst Skandal aus

Der deutsche Sender ZDF hat eingeräumt, in seiner Hauptnachrichtensendung heute-journal KI-generierte Falschmeldungen ausgestrahlt zu haben. Die irreführenden Videoclips, die am 15. Februar 2026 gezeigt wurden, stellten US-Einwanderungsmaßnahmen unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump falsch dar. Der Vorfall hat scharfe Kritik von Politikern ausgelöst und Forderungen nach einer Untersuchung nach sich gezogen.

Eine der gefälschten Szenen schien zu zeigen, wie Kinder von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE abgeschoben werden, während ein weiterer Clip ein nicht damit zusammenhängendes Ereignis als Einwanderungskontrollmaßnahme darstellte. ZDF entfernte die Aufnahmen später und räumte den Fehler als schweren Verstoß gegen journalistische Standards ein.

Der Vorfall kam ans Licht, nachdem Zuschauer und Medienbeobachter die Authentizität der Clips infrage gestellt hatten. Darunter befand sich eine Sequenz, die vorgeblich die Abschiebung von Minderjährigen durch das US-amerikanische Immigration and Customs Enforcement (ICE) während Trumps Amtszeit zeigen sollte. Die Aufnahmen waren vollständig KI-generiert, wurden jedoch ohne jeden Hinweis darauf präsentiert.

In derselben Sendung hatte die heute-journal-Moderatorin Dunja Hayali noch vor den Gefahren gefälschter Videos im Internet gewarnt. Die Ironie, dass ausgerechnet die Sendung selbst manipuliertes Material ausgestrahlt hatte, blieb Kritikern nicht verborgen.

ZDF entfernte das irreführende Material umgehend aus seiner Mediathek. In einer Stellungnahme gab der Sender den Fehler zu und bestätigte, dass die Bilder deutlich als KI-generiert hätten gekennzeichnet werden müssen. Die Entschuldigung konnte die Empörung jedoch kaum dämpfen.

Nathanael Liminski, Mitglied des ZDF-Fernsehrats, verurteilte den Vorfall als "schweren Fehler" und einen Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit. Er bestand darauf, dass der Sender eine offizielle Entschuldigung vorlegen und umgehend korrigierende Maßnahmen ergreifen müsse. Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bezeichnete den Vorfall als "ziefst beunruhigend" und forderte eine umfassende Untersuchung, wie die gefälschten Clips überhaupt für die Ausstrahlung freigegeben werden konnten.

Bisher hat sich ICE nicht öffentlich zu den Vorwürfen oder den Folgen geäußert. Alle vorliegenden Berichte konzentrieren sich ausschließlich auf das Eingeständnis des Fehlers durch ZDF, dessen technische Erklärungen und den Austausch des falschen Materials durch verifizierte Inhalte.

Der Vorfall wirft Fragen zur journalistischen Integrität auf und unterstreicht die Risiken KI-generierter Inhalte in der Nachrichtenberichterstattung. ZDF steht nun unter Druck, strengere Überprüfungsmechanismen einzuführen und das Vertrauen in sein Programm wiederherzustellen. Die nächsten Schritte des Senders werden voraussichtlich sowohl von Aufsichtsbehörden als auch der Öffentlichkeit genau beobachtet werden.

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