06 March 2026, 18:34

Moers startet einzigartiges Projekt gegen Rechtsextremismus und für demokratische Bildung

Ein Kreis mit "Verantwortung in der Gemeinschaft" in der Mitte, umgeben von drei überlappenden Kreisen, die durch Pfeile verbunden sind, alles in fetter, heller und leuchtender Farbe.

Moers startet einzigartiges Projekt gegen Rechtsextremismus und für demokratische Bildung

Moers hat eine neue Initiative gestartet, um Rechtsextremismus, Rassismus und strukturelle Diskriminierung zu bekämpfen. Gleichzeitig soll das Projekt demokratische Werte unter Jugendlichen stärken. Eine zweijährige Förderungssicherung garantiert die Zukunft des Vorhabens und ermöglicht den baldigen Start neuer Schulungsprogramme.

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Das Vorhaben, unterstützt durch das Bundesprogramm 'Lebendige Demokratie!', setzt auf Jugendbeteiligung und lokale Partnerschaften. Ein zentraler Baustein ist das Projekt '3D-Multiplikator:innen', das schulischen Unterricht mit außerschulischen Aktivitäten verknüpft. Schulen und lokale Lernzentren arbeiten dabei zusammen, um demokratische Teilhabe zu fördern.

Die Leitung übernimmt die 31-jährige Sozialwissenschaftlerin Miriam Deppenkemper. Sie verfügt über einen Master in Interkultureller Kommunikation und Europastudien sowie einen Bachelor in Gender- und Diversitätsforschung. Ihre Schwerpunkte liegen in Antidiskriminierungsarbeit, Kommunikationstheorie, Kulturwissenschaften und demokratischer Bildung.

Die neu geschaffene Stelle der Demokratiebeauftragten stieß auf großes Interesse – zahlreiche qualifizierte Bewerber:innen hatten sich gemeldet. Keine andere Stadt oder Kommune in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen zwei Jahren ein vergleichbares Programm aufgelegt. Moers ist damit die erste Kommune in der Region, die diesen Weg geht.

Die verlängerte Förderung sichert die Fortführung des Projekts für weitere zwei Jahre. Schulungsformate wie '3D-Multiplikator:innen' werden nun eingeführt, um demokratische Werte zu festigen und Extremismus entgegenzuwirken. Ziel der Initiative ist es, nachhaltige Kooperationen zwischen Schulen und lokalen Akteur:innen aufzubauen.

Quelle