Zuckerberg räumt vor Gericht ein: Kinder umgehen Altersbeschränkungen bei Meta-Plattformen
Evelin KostolzinZuckerberg räumt vor Gericht ein: Kinder umgehen Altersbeschränkungen bei Meta-Plattformen
Eine 20-jährige Frau hat Klage gegen Meta eingereicht und behauptet, ihre Sozialen-Medien-Sucht habe schwere Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst. Unterdessen sagte Mark Zuckerberg in einem US-Prozess über die suchterzeugende Wirkung der Meta-Plattformen aus und räumte ein, dass Kinder unter 13 Jahren gelegentlich Altersbeschränkungen umgehen. Gleichzeitig sorgten vereiste Straßen in Nordrhein-Westfalen für Behinderungen im Berufsverkehr, während vor Gericht ein Verfahren gegen Lidl wegen des Vorwurfs wettbewerbsfeindlicher Werbung begann.
In einem US-Gerichtssaal musste sich Zuckerberg zu Metas Rolle bei der Entstehung von Sozialen-Medien-Sucht befragen lassen. Er bestätigte, dass Kinder unter 13 Jahren trotz offizieller Verbote gelegentlich auf Instagram und Facebook zugreifen. Seine Aussage fiel zusammen mit der Klage einer 20-Jährigen, die das Unternehmen für ihre psychischen Probleme verantwortlich macht. Ihr Vorwurf: Meta habe seine Plattformen bewusst so gestaltet, dass sie Abhängigkeit erzeugen.
Unabhängig davon forderten Politiker aus Nordrhein-Westfalen strengere Altersgrenzen für Soziale Medien. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Landeschef Jochen Ott schlagen neue Regelungen zum Schutz junger Nutzer vor. Der Vorstoß folgt wachsender Sorge über digitale Risiken.
Winterwetter sorgte zudem für Chaos in der Region. Schnee und Glatteis führten zu gefährlichen Straßenverhältnissen; die Behörden warnten vor ungeräumten Strecken. Pendler mussten mit Verspätungen rechnen, während Einsatzkräfte die Fahrbahnen freiräumten.
In der Wirtschaft steht Lidl wegen eines Werbeslogans vor Gericht, der Verbraucher in die Irre führen und den Wettbewerb behindern soll. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Frage, ob die Kampagne gegen Werberecht verstößt.
Unterdessen traf sich in Washington der von Donald Trump initiierte "Friedensrat" erstmals und beriet über den Wiederaufbau des Gazastreifens sowie eine geplante Stabilisierungstruppe. Vertreter aus rund zwei Dutzend Ländern nahmen teil, darunter Ungarn, Israel, Katar und Saudi-Arabien. Indonesien und andere Staaten sicherten ihre Unterstützung für die Initiative zu. Trump behält als lebenslanger Vorsitzender ein Vetorecht bei zentralen Entscheidungen, doch seit der Sitzung gab es keine weiteren Meldungen.
Heute jährt sich zudem zum sechsten Mal der rechtsextreme Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen getötet wurden. Ein zehntes Opfer erlag in diesem Jahr seinen bei dem Angriff erlittenen Verletzungen. Der Gedenktag fällt in eine Zeit, in der sich juristische Auseinandersetzungen um Soziale Medien, Wetterkapriolen und internationale Diplomatie weiter zuspitzen.






