Schrotthändler ohne Führerschein: Polizei Bielefeld stoppt lebensgefährlichen Lkw mit gravierenden Mängeln
Evelin KostolzinSchrotthändler ohne Führerschein: Polizei Bielefeld stoppt lebensgefährlichen Lkw mit gravierenden Mängeln
Polizei Bielefeld deckt bei Routinekontrolle schwere Verstöße auf
Bei einer Routinekontrolle am Dienstag, dem 10. Februar 2026, stieß die Polizei in Bielefeld auf gravierende Verstöße. Ein Schrotthändler wurde auf der Detmolder Straße angehalten, als er mit einem schwer verkehrsunsicheren VW LT 40 unterwegs war. Die Maßnahme war Teil der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche "Lkw und Bus", die sich auf Verstöße im gewerblichen Transportverkehr konzentrierte.
Der 51-jährige Fahrer aus Detmold besaß seit über zehn Jahren keinen gültigen Führerschein. Sein Fahrzeug war in einem kritischen Zustand: Die Achsen waren defekt, und eine mitgeführte Industriewaage war nicht vorschriftsmäßig gesichert. Zudem fehlte ihm die erforderliche Gewerbeerlaubnis für den Schrottsammelbetrieb.
Im Laufe der Woche kontrollierten Beamte in Ostwestfalen 293 Lkw und Busse. Bei 133 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt, sieben davon wurden mit einem Weiterfahrverbot belegt. Sechs Fahrer wurden wegen überhöhter Geschwindigkeit erwischt, 19 verletzten soziale Vorschriften wie Ruhezeiten. In vier Fällen waren digitale Tachografen manipuliert worden, um Lenkzeiten zu fälschen.
Gegen den Fahrer und den Halter des Fahrzeugs wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Polizei geht von Sozialbetrug und Steuerhinterziehung aus, da der Mann Leistungen aus der Sozialhilfe bezogen hatte. Der verkehrsunsichere Lkw wurde sofort stillgelegt.
Die Autobahnpolizei Bielefeld wird die Kontrollen auf den örtlichen Autobahnen verstärken, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Aktion zeigte, dass es im gewerblichen Transport weiterhin erhebliche Mängel bei der Einhaltung von Vorschriften gibt. Weitere Ermittlungen zu den finanziellen und geschäftlichen Aktivitäten des Fahrers stehen noch aus.






