US-Forscher fliehen vor Trumps Kürzungen nach Deutschland
Seit Donald Trump US-Präsident wurde, blicken immer mehr amerikanische Forscher nach Europa, um dort eine Anstellung zu finden. Kürzungen bei der Forschungsförderung in den USA – insbesondere in der Klimaforschung – zwingen viele Wissenschaftler, im Ausland nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Deutsche Einrichtungen verzeichnen ein stark gestiegenes Interesse von US-Akademikern, die ihre Arbeit fortsetzen möchten.
An renommierten US-Universitäten wie Harvard, Stanford und Princeton wurden die Forschungsmittel drastisch gekürzt. Behörden wie die NOAA und die NASA haben Stipendien gestrichen, Programme eingestellt und den Zugang zu Daten eingeschränkt – vor allem in der Klimaforschung. Dadurch sind Drittmittel weggebrochen, sodass viele Forscher ohne Unterstützung dastehen.
Als Reaktion darauf ist die Zahl der Bewerbungen für deutsche Forschungsprogramme stark angestiegen. Die Max-Planck-Gesellschaft und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung erhalten deutlich mehr Anfragen von US-Wissenschaftlern. Auch beim DAAD, der weltweit größten Förderorganisation für akademischen Austausch, haben sich die Bewerbungen für Masterstipendien mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig sinkt das Interesse deutscher Studierender an einem Aufenthalt in den USA. Die Anfragen von deutschen Doktoranden und Bachelorstudierenden sind um etwa zehn Prozent zurückgegangen. Der DAAD selbst zieht sich zudem aus Russland zurück, nachdem er von den russischen Behörden als "unerwünschte Organisation" eingestuft wurde.
Die Umverteilung der Forschungsgelder unter Trump treibt viele US-Wissenschaftler nach Deutschland. Während die Bewerbungen steigen und das deutsche Interesse an den USA nachlässt, verändern sich die Muster des akademischen Austauschs. Der Rückzug des DAAD aus Russland verändert die Landschaft der internationalen Forschungszusammenarbeit zusätzlich.






