Dorothee Daun bleibt an der Spitze von SelbstAktiv – Kampf für Inklusion in Solingen

Eggert Striebitz
Eggert Striebitz
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Eine Gruppe von Menschen im Rollstuhl mit Schildern an der Straße stehend, mit Gebäuden im Hintergrund und einem Laternenpfahl auf der rechten Seite, in Schwarz-Weiß.Eggert Striebitz

Dorothee Daun bleibt an der Spitze von SelbstAktiv – Kampf für Inklusion in Solingen

SelbstAktiv: Solinger Behindertenrechtsgruppe wählt Dorothee Daun erneut zur Vorsitzenden

Die Solinger Behindertenrechtsorganisation SelbstAktiv hat Dorothee Daun erneut zur Vorsitzenden gewählt. Zu ihren Stellvertretern wurden Oliver Backhaus und Yesim Özem bestimmt. Gemeinsam wollen sie sich gegen die wachsenden Gefahren für die Inklusionspolitik in Nordrhein-Westfalen stemmen.

Dorothee Daun bringt jahrzehntelange Erfahrung in ihr Amt ein. Über 30 Jahre saß sie im Solinger Stadtrat und leitet heute sowohl Autismus Rhein-Wupper als auch den Paritätischen Wohlfahrtsverband in der Stadt. Ihr Fokus liegt weiterhin auf sozialer Teilhabe und Chancengleichheit – sowohl auf regionaler als auch auf kommunaler Ebene.

Oliver Backhaus, der selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist, führt den Verein Barrierefreier Zugang und setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Yesim Özem arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und engagiert sich ehrenamtlich als Personalrätin, um inklusive Kulturangebote in Solingen voranzutreiben.

Die Positionierung der Gruppe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Inklusionspolitik in Nordrhein-Westfalen Rückschläge erlebt. Der Landtagsabgeordnete Josef Neumann warnt, dass die Reformen ins Stocken geraten seien und bestehende Schutzmechanismen in Gefahr seien. Daun verweist auf steigende Kosten für die Kommunen, die durch unzureichende Landesförderung und unklare Zuständigkeitsverschiebungen bei der Integrationshilfe entstehen.

SelbstAktiv kündigt an, sich gegen Kürzungen bei Leistungen für Menschen mit Behinderungen zur Wehr zu setzen. Die Organisation betont, dass Inklusion aktiv gestaltet werden müsse – und nicht nur verwaltet. Allerdings gibt es in jüngster Zeit keine dokumentierten konkreten Projekte oder rechtlichen Initiativen in Solingen, die Fortschritte bei inklusiver Bildung oder Beschäftigung belegen würden.

Die Wiederwahl von Daun, Backhaus und Özem deutet auf einen verstärkten Einsatz für Behindertenrechte in Solingen hin. Angesichts des Drucks auf die Landespolitik könnte der Widerstand von SelbstAktiv gegen Rückbaumaßnahmen künftige Förderstrukturen und Unterstützungsangebote prägen. Die nächsten Schritte der Gruppe werden zeigen, wie sich die Inklusionsbemühungen in der Region weiterentwickeln.

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