Charli XCX' Mockumentary The Moment polarisiert bei der Berlinale-Premiere
Eggert StriebitzCharli XCX' Mockumentary The Moment polarisiert bei der Berlinale-Premiere
Charli XCX' Mockumentary The Moment feiert Premiere auf der Berlinale
Charli XCX' Mockumentary The Moment wurde auf dem Berlinale Film Festival uraufgeführt und wird von A24 vertrieben. Der satirische Film, der die Musikindustrie auf die Schippe nimmt, ist mit Alexander Skarsgård, Rachel Sennott und Kylie Jenner prominent besetzt.
Nach der Vorführung besuchte die Sängerin eine Aftershow-Party in Berlin. Die Gastgeberin des Events, Anastasia Schewzowa, gerät seitdem wegen angeblicher Verbindungen ihrer Familie zur russischen Regierung in die Kritik.
Die Mockumentary erhielt von der NME eine Bewertung mit drei Sternen – gelobt wurden der Humor und Charli XCX' Auftritt. Ihr Begleitalbum zum kommenden Film Sturmhöhe (Wuthering Heights), auf dem auch eine Zusammenarbeit mit Sky Ferreira zu hören ist, erhielt von demselben Magazin vier Sterne.
Die Kontroverse um die Aftershow-Party entstand, als bekannt wurde, dass Schewzowa die Tochter von Schanna Schewzowa ist, der Präsidentin der Stiftung Tradizija. Diese vom russischen Staat finanzierte Organisation fördert kulturelle Projekte, darunter die Restaurierung von Denkmälern, patriotische Schulprogramme und Festivals, die traditionelle Werte propagieren.
Sowohl Charli XCX als auch Schewzowa distanzierten sich von der Angelegenheit. Die Sängerin betonte, ihr seien politische Verbindungen nicht bekannt gewesen, und sie lehne Russlands Vorgehen in der Ukraine ab. Auch Schewzowa äußerte sich bestürzt über den Konflikt.
Die Stiftung Tradizija hat seit 2022 ihre Aktivitäten ausgeweitet und finanziert unter anderem Kirchenrestaurierungen in Moskau und St. Petersburg, Schulprogramme, die jährlich über 500.000 Schüler erreichen, sowie regionale Festivals bis 2025.
Charli XCX konzentriert sich unterdessen auf ihre kreativen Projekte, darunter die Filmmusik zu Sturmhöhe und ihre Mockumentary. Der Vorfall bei der Aftershow-Party lenkt jedoch die Aufmerksamkeit auf das größere Problem der Verflechtung kultureller Veranstaltungen mit politischen Verbindungen. Schewzowas Stiftung führt trotz der Kontroversen um ihre Finanzquellen ihre Arbeit fort.






