Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ohne Endlagerlösung

Evelin Kostolzin
Evelin Kostolzin
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Evelin Kostolzin

Neue Proteste gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ohne Endlagerlösung

Rund 450 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen radioaktiven Materials aus den Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin zum Zwischenlager in Ahaus. Organisiert wurde die Aktion von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen – von Umweltschützern über lokale Kirchen bis hin zu politischen Parteien.

Im Mittelpunkt der Proteste standen Transporte von Atommüll, der in Castor-Behältern gelagert wird. Die Behörden hatten Ende August die Verlegung von 152 Containern von Jülich nach Ahaus genehmigt. Ein Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. März 2026 ebnete den Weg für den Beginn der Transporte. Zwar stehen noch keine genauen Termine fest, doch Aktivisten warnen, dass die erste Lieferung bereits vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März auf den Weg gebracht werden könnte.

Für Garching sind zwei erste Transporte bewilligt worden, wann diese genau stattfinden sollen, bleibt jedoch unklar. Die Beteiligung Berlins wurde in Protesterklärungen erwähnt, findet sich in offiziellen Unterlagen bisher aber nicht bestätigt. Kritiker hinterfragen die Logik, Atommüll zwischen provisorischen Lagern hin- und herzuschieben, während Deutschland noch immer über kein Endlager verfügt.

Die Demonstranten argumentieren, dass die Verlegung radioaktiven Materials ohne gesicherte Endlagerlösung unnötige Risiken schafft. Die Bundesregierung und die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) haben bisher keine konkreten Zeitpläne für künftige Lieferungen über die bereits genehmigten Transporte aus Jülich und Garching hinaus veröffentlicht.

Der Protest unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen die Atommüll-Logistik in Deutschland. Da die rechtlichen Genehmigungen nun vorliegen, könnte der erste Transport aus Jülich bereits in wenigen Wochen starten – abhängig von den letzten Vorbereitungen. Die Behörden haben bisher weder die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Lagerpläne noch die Sicherheit wiederholter Transporte ausreichend adressiert.

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