14 February 2026, 19:16

Göttingens Gänseliesel feiert 125 Jahre – und das Kussverbot fällt dreimal

Eine Zeichnung eines prächtigen Brunnens mit detaillierten Skulpturen und einer Statue darauf, umgeben von einer Gruppe von Menschen.

Kussverbot gelockert: Gänseliesel kann wieder geküsst werden - Göttingens Gänseliesel feiert 125 Jahre – und das Kussverbot fällt dreimal

Göttingens berühmte "Gänseliesel"-Brunnenfigur wird in diesem Jahr 125 Jahre alt

Das Wahrzeichen, das 1901 enthüllt wurde, ist seit langem ein Symbol für akademische Tradition und lokale Kultur. Aus Anlass des Jubiläums heben Stadtverantwortliche im Jahr 2026 an drei besonderen Terminen ein seit Jahrhunderten geltendes Kussverbot vorübergehend auf.

Der Gänseliesel-Brunnen wurde am 8. Juni 1901 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt in Göttingen – besonders unter Studierenden. Für frischgebackene Ärztinnen und Ärzte wurde es nach der erfolgreichen Disputationsverteidigung zur inoffiziellen Tradition, die Statue zu küssen und so ihren akademischen Erfolg zu feiern.

1926 erließen die Behörden jedoch ein Verbot, in den Brunnen zu steigen und die Figur zu küssen. Der Grund waren wiederholte Beschädigungen durch übermütige Besucher. Trotz des Verbots blieb die Tradition im kollektiven Gedächtnis verankert.

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Nun, zum 125-jährigen Jubiläum, darf die Statue an drei Tagen im Jahr 2026 – am 19. April, 4. Juni und 27. September – wieder geküsst werden. Wer möchte, kann dann in den Brunnen steigen, die Gänseliesel küssen oder einfach nur Fotos machen. Eine seltene Gelegenheit, ein Stück Göttinger Akademikergeschichte wiederaufleben zu lassen.

Die vorübergehende Aufhebung des Kussverbots gibt Einwohnerinnen, Einwohnern und Gästen die Chance, sich mit einer jahrhundertealten Tradition zu verbinden. An den festgelegten Tagen 2026 können die Menschen auf eine Weise mit der Statue interagieren, die seit fast 100 Jahren untersagt war. Die Veranstaltungen unterstreichen zudem die anhaltende Bedeutung des Brunnens für das kulturelle Erbe der Stadt.