04 March 2026, 00:08

Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikaler Wandel beginnt

Eine Werkstatt im Nationalen Naturhistorischen Museum voller verschiedener Maschinen, Tische, Regale, einen Feuerlöscher und andere Gegenstände, mit einem Teppichboden, Vorhängen und einer Decke mit Lampen.

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikaler Wandel beginnt

Ein wichtiger Meilenstein bei der Umgestaltung der rheinischen Region wurde in dieser Woche erreicht: Der 117 Meter hohe Kühlturm des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf wurde durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Das einst größte Kraftwerk Europas in den 1960er-Jahren wird nun zu einem modernen 'Digital- und Innovationshub' umgebaut.

Der abgerissene Kühlturm gehörte zum Block Q, einer Anlage, die 2021 endgültig stillgelegt wurde. Vor Ort bekannt als 'Die Quelle', markiert sein Abriss das Ende einer Ära im rheinischen Braunkohlebergbau. Aus Sicherheitsgründen wurden angrenzende Straßen sowie ein Abschnitt des Erft-Flusses vorübergehend gesperrt, doch Anwohner meldeten keine Beeinträchtigungen.

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Auf dem 70 Hektar großen Gelände entstehen bald neue Wirtschaftsbereiche, darunter ein 20.000 Quadratmeter großes Rechenzentrum für IT.NRW, die IT-Behörde des Landes. Zudem wurde ein Innovations- und Bildungscampus mit Schwerpunkt IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung genehmigt. Diese Projekte ergänzen einen geplanten 'Erlebnispfad Braunkohle', der die Reise des Rohstoffs von der Anlieferung bis zur Stromerzeugung nachzeichnet.

Nicht alles vom alten Kraftwerk wird verschwinden: Die 550 Meter lange Maschinenhalle, ein unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk, bleibt erhalten. Der nördliche Bereich, wo einst der Kühlturm stand, soll voraussichtlich bis Mitte 2028 bebaut werden.

In seiner Blütezeit in den 1960er-Jahren war Frimmersdorf kurzzeitig Europas größtes Kraftwerk. Heute steht seine Umwandlung für den Wandel von der Kohle zur Technologie – und prägt damit die lokale Wirtschaft neu.

Mit dem Abriss beginnt eine neue Phase der rheinischen Industriegeschichte. Zwei Großprojekte sind bereits bestätigt, und das Gelände wird bald zu einem Zentrum für digitale Innovation und Bildung. Die erhaltene Maschinenhalle und der Erlebnispfad werden dafür sorgen, dass die Vergangenheit der Region nicht in Vergessenheit gerät.