24 February 2026, 23:41

Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma aus der eigenen Stadt

Ein Feld aus rechteckigen Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster angeordnet sind, bekannt als Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas, befindet sich in Berlin, Deutschland.

Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma aus der eigenen Stadt

Neues Mahnmal in Menden ehrt Sinti und Roma als Opfer der NS-Verfolgung

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Am 9. März 2026 wird in Menden ein neues Denkmal enthüllt, das an die ermordeten Sinti und Roma während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Zu den Opfern zählen auch 46 Sinti aus der Stadt selbst. Die feierliche Einweihung umfasst Reden, einen Gottesdienst und die offizielle Übergabe der Gedenkstätte.

Das Mahnmal besteht aus einem großen Findling, der in zwei Teile gespalten ist – ein Symbol für Spaltung und zugleich für Zusammenhalt. Seine Gestaltung trägt tiefe Bedeutung für das Leid und die Widerstandskraft der Sinti- und Roma-Gemeinschaften. Die Enthüllung findet am Montag, dem 9. März 2026, um 17:00 Uhr auf dem Platz vor der St.-Vinzenz-Kirche statt.

Vor der Außenfeier leitet Pastor Jürgen Senkbeil in der Kirche einen Wortgottesdienst. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, wird eine Ansprache halten und an die rund 500.000 Sinti und Roma erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Besonders wird er auf das Schicksal der 46 Mender Opfer eingehen – darunter Mütter und 23 kleine Kinder, die nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.

Sechs dieser Kinder und Säuglinge fielen in die Hände von Josef Mengele, des berüchtigten Lagerarztes. Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Gäste begrüßen und die Bedeutung des Mahnmals für die Erinnerungskultur Mendens betonen. Als Ehrengast nimmt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens, an der Veranstaltung teil.

Der 9. März wird künftig als jährlicher Gedenktag an die Verbrechen gegen Sinti und Roma begangen. Die Veranstaltung soll sicherstellen, dass die Geschichten der Opfer nicht in Vergessenheit geraten und kommende Generationen aus der Geschichte lernen.

Das Denkmal steht als dauerhafte Ehrung für die ermordeten Sinti und Roma Mendens. Seine Enthüllung markiert eine offizielle Anerkennung ihres Leidens und das Versprechen, ihr Andenken zu bewahren. Gleichzeitig unterstreicht die Zeremonie das Engagement der Stadt für Bildung und Erinnerung – heute und in Zukunft.