EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Elektroautos mit 1.000-Volt-Technologie für schnelleres Laden

Wally Klemt
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Ein Plakat mit einem Auto und Text, der eine Steuergutschrift von bis zu 7500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 bewirbt.Wally Klemt

EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Elektroautos mit 1.000-Volt-Technologie für schnelleres Laden

Ein neues EU-gefördertes Projekt will zwei zentrale Hindernisse bei der Verbreitung von Elektroautos überwinden: langsames Laden und begrenzte Reichweite. Unter dem Namen ODYSSEV setzt die Initiative auf Hochvolt-Technologie, um Elektrofahrzeuge alltagstauglicher zu machen. Offiziell gestartet ist das Vorhaben Anfang 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Zaragoza, Spanien.

ODYSSEV läuft über 42 Monate im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe und vereint 14 Partner aus acht europäischen Ländern, darunter Universitäten und Industrieexperten. Ihr Ziel: die Entwicklung von Hochvoltsystemen mit mehr als 1.000 Volt – deutlich über dem aktuellen Standard von 800 Volt.

Höhere Spannung ermöglicht schnelleres Laden und verlängert die Reichweite, indem der Energiefluss optimiert wird. Dazu kommen Vorteile wie dünnere Kabel und geringere Wärmeverluste. Das Team arbeitet an zentralen Herausforderungen wie Isoliermaterialien, leistungsfähigen Halbleitern und Batteriemanagement für diese Hochleistungssysteme.

Das Projekt deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Halbleiterforschung bis zum Bau eines maßgeschneiderten Elektromotors. Digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation helfen, Designs zu verfeinern, bevor physische Tests erfolgen. Der erste Prototyp soll auf der Teststrecke LaSiSe in Selm, Deutschland, erprobt werden. Ein Koordinationstreffen im Juni an der Fachhochschule Dortmund wird den Fortschritt bewerten.

Bei Erfolg könnte die ODYSSEV-Technologie Ladezeiten verkürzen und die Reichweite von Elektroautos deutlich erhöhen. Der nächste Meilenstein ist die Prototypen-Testphase, begleitet von der weiteren Zusammenarbeit in Europa. Die Ergebnisse des Projekts könnten künftige Elektroauto-Designs und die Ladeinfrastruktur prägen.

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