22 February 2026, 07:22

Ibbenbürens letzter Riesen-Schornstein fällt am Sonntag um 11:00 Uhr

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun und einem Fahrzeug, mit der Inschrift "1851 – das erste kohlebetriebene Kraftwerk" unten.

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt - Ibbenbürens letzter Riesen-Schornstein fällt am Sonntag um 11:00 Uhr

Das letzte verbliebene Wahrzeichen des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren wird an diesem Sonntag gesprengt. Der 275 Meter hohe Schornstein, einst ein weithin sichtbares Symbol des Standorts, soll gegen 11:00 Uhr zu Fall gebracht werden. Damit rückt ein weiterer Schritt in der Umwandlung des Geländes für ein neues Energieprojekt näher.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

RWE hatte seine beiden letzten Steinkohlekraftwerke in Deutschland – darunter auch das Werk in Ibbenbüren – bereits 2021 stillgelegt. Der Kühlturm und das Kesselhaus der Anlage waren bereits im April 2025 in einer kontrollierten Sprengung abgerissen worden.

Die Hagedorn Group, die das Gelände seit 2023 besitzt, wird es im Sommer 2026 an den Energiekonzern Amprion übergeben. Bis dahin müssen die verbliebenen Bauwerke abgerissen, zerkleinert und möglichst vollständig recycelt werden.

Amprion plant auf dem Areal den Bau einer Konverterstation, um Windstrom aus Nordsee-Offshore-Windparks in das Netz Nordrhein-Westfalens einzuspeisen. Die neue Anlage soll 2031 in Betrieb gehen. Bis dahin will das Unternehmen insgesamt sechs solche Konverterstationen in der Region errichten, um die Integration erneuerbarer Energien voranzutreiben.

Mit dem Abriss des Schornsteins wird der Weg für Amprions künftige Konverterstation frei. Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2031 wird die Anlage dazu beitragen, Offshore-Windenergie in das lokale Stromnetz zu leiten. Das Projekt steht beispielhaft für die Bestrebungen, ehemalige Industrieflächen für eine nachhaltige Energieinfrastruktur neu zu nutzen.