Deepfake-Betrug raubt Mann aus Lippe seine gesamten Ersparnisse durch gefälschte Krypto-Plattform
Wally KlemtDeepfake-Betrug raubt Mann aus Lippe seine gesamten Ersparnisse durch gefälschte Krypto-Plattform
Ein Einwohner des Kreises Lippe hat durch einen Online-Betrug mit einer gefälschten Handelsplattform seine gesamten Ersparnisse verloren. Die Betrüger nutzten in Werbevideos KI-generierte Deepfake-Aufnahmen, um seriös zu wirken. Die Polizei warnt, dass solche Maschen in ganz Deutschland immer häufiger auftreten.
Das Opfer hatte sich zunächst nach überzeugenden Anzeigen auf der Plattform registriert. Kurze Zeit später forderten die Kriminellen wiederholt Gebühren für angebliche Investitionen. Später überredeten sie ihn, einen Kredit aufzunehmen, um weitere Einzahlungen zu tätigen.
Eine Auszahlung erfolgte nie. Stattdessen wurde der Mann angewiesen, Gelder auf Krypto-Börsen zu überweisen – wo sein Geld verschwunden ist. Als er den Betrug erkannte, hatte er bereits einen fünfstelligen Betrag verloren – darunter seine gesamten Ersparnisse.
Die deutschen Polizeistatistiken zeigen das Ausmaß des Problems: 2023 fielen 18.883 Menschen ähnlichen Krypto-Betrügereien zum Opfer und verloren über 1,4 Milliarden Euro. Vorläufige Zahlen für 2024 deuten darauf hin, dass der Trend anhält – die Gesamtverluste liegen mittlerweile bei über 2,8 Milliarden Euro.
Die Behörden raten zu Vorsicht bei Anlageangeboten. Anbieter sollten stets über die BaFin, die deutsche Finanzaufsichtsbehörde, überprüft werden, bevor Geld überwiesen wird. Wer Betrug vermutet, sollte umgehend die Polizei kontaktieren – Kredite zur Deckung von Verlusten verschlimmern nur die finanzielle Notlage.






