24 February 2026, 05:39

Europas Automobil-Logistik kämpft 2026 mit Kosten, Krisen und kaputten Lieferketten

Eine Säulendiagramm mit dem Titel "Handel von Personenkraftwagen der Vereinigten Staaten" mit mehreren Säulen unterschiedlicher Höhe, die jeweils einen anderen Handelszeitraum darstellen.

Europas Automobil-Logistik kämpft 2026 mit Kosten, Krisen und kaputten Lieferketten

Die Automobil-Logistikbranche in Europa steht 2026 vor großen Herausforderungen. Steigende Kosten, Engpässe in der Infrastruktur und geopolitische Spannungen belasten die Lieferketten – kurz vor einer zentralen Fachkonferenz in Bonn.

Der European Automotive Logistics Market Report 2026–2036, dessen Veröffentlichung für den 2. März geplant ist, wird diese Druckfaktoren detailliert analysieren – von Hafenverzögerungen bis hin zu sich wandelnden Industrie-strategien.

Staus in Häfen, Kapazitätsengpässe bei der Bahn und Umweltzonen auf Straßen bremsen den Fahrzeugtransport in ganz Europa aus. Fachkräftemangel und marode Infrastruktur verschärfen die Verzögerungen zusätzlich, sodass Unternehmen gezwungen sind, ihre Logistikstrategien grundlegend zu überdenken.

Die geopolitischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten behindern weiterhin Schifffahrtsrouten und die Versorgung mit Komponenten. Unklarheiten bei Zöllen und Handelsstreitigkeiten erhöhen den Druck weiter – viele Konzerne setzen daher auf Nahbeschaffung (Nearshoring) und regionale Produktion, um Lieferketten zu stabilisieren.

Auch die Elektrifizierung der Branche bleibt unberechenbar: Nach der Lockerung des EU-verbots für Verbrennermotoren ab 2035 im Dezember 2025 – die neue Vorgabe sieht nun 90 statt 100 Prozent emissionsfreie Neuzulassungen vor – müssen Hersteller ihre Pläne anpassen. Gleichzeitig markiert der Bau der neuen ProLogium-Gigafactory in Dünkirchen einen Trend zur lokalen Batterieproduktion.

Steigende Logistikkosten und wirtschaftliche Unsicherheiten dämpfen die Wachstumsprognosen. Viele Unternehmen stellen nun Lieferkettenresilienz über Expansion – Nearshoring entwickelt sich zum zentralen Strategieelement.

Auf der Automotive Logistics & Supply Chain Europe-Konferenz in Bonn (17.–19. März) werden diese Themen im Mittelpunkt stehen, während sich die Branche an die neuen Rahmenbedingungen anpasst. Unternehmen passen ihre Strategien an, um Verzögerungen, Kostendruck und politische Wechsel zu bewältigen. Der anstehende Marktbericht wird in den kommenden zehn Jahren als datenbasierte Entscheidungsgrundlage dienen.

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