Chaos nach 3:3: Gewalt überschattet Dortmunds spektakuläres Remis gegen Stuttgart
Wally KlemtChaos nach 3:3: Gewalt überschattet Dortmunds spektakuläres Remis gegen Stuttgart
Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart trennten sich am 22. November mit einem spektakulären 3:3 im Signal Iduna Park. Vor 81.365 Zuschauern endete die Partie zwar mit einem packenden Remis, doch das Spiel wurde von mehreren gewalttätigen Vorfällen innerhalb und außerhalb des Stadions überschattet.
Die Dortmunder Polizei hat inzwischen zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet, überwiegend wegen Körperverletzung. Bisher steht jedoch kein Fall in direktem Zusammenhang mit Stuttgart-Fans als Hauptverdächtige.
Die Begegnung fand vor ausverkauftem Haus statt, darunter 7.700 Auswärtsfans aus Stuttgart. Während des Spiels erlitt ein 68-jähriger Dortmund-Anhänger einen medizinischen Notfall und verstarb später.
Nach dem Abpfiff kam es an mehreren Orten zu Ausschreitungen. Ein 27-jähriger Mann aus Dinslaken wurde von Gästefans angegriffen, als er einen E-Scooter mieten wollte. An anderer Stelle wurde ein 22-jähriger Österreicher von einer Gruppe geschlagen und erlitt leichte Verletzungen. In einem weiteren Vorfall traf ein 22-Jähriger einen 25-Jährigen mit einem Barhocker am Kopf, wobei das Opfer schwer verletzt wurde.
Fünf Dortmund-Fans waren in den Gästebereich des Stadions eingedrungen, was zu einer Auseinandersetzung führte. Dabei zog sich ein BVB-Anhänger leichte Verletzungen zu. Vor dem Stadion zerschlugen drei Männer mit einem Notfallhammer die Scheibe eines Sonderbusses, in dem BVB-Fans saßen.
Trotz der Zwischenfälle bestätigte die Dortmunder Polizei, dass in keinem der laufenden Verfahren Stuttgart-Fans als Hauptverdächtige genannt werden. Berichten zufolge gab es einen Raubüberfall unter Beteiligung von Auswärtsfans, doch eine Vereinszugehörigkeit ist bisher nicht bestätigt.
Das Spiel endete zwar mit einem dramatischen Unentschieden, doch die Vorfälle abseits des Platzes führten zu mehreren polizeilichen Ermittlungen. Die Behörden prüfen die Gewaltvorfälle, bisher wurden jedoch keine Anklagen gegen Stuttgart-Anhänger erhoben. Journalisten, die weitere Informationen benötigen, können sich an Tobias Nico Boccarius, Sprecher der Dortmunder Polizei, wenden.






