Frankfurts Torwart-Held Zetterer will Köln-Fluch nach 7 Jahren brechen
Evelin KostolzinGesucht: Nachfolger für Haller - Eintracht will Köln-Fluch brechen - Frankfurts Torwart-Held Zetterer will Köln-Fluch nach 7 Jahren brechen
Eintracht Frankfurt reist mit Wiedergutmachungsanspruch zum Bundesliga-Duell in Köln
Zum 11. Spieltag trifft Eintracht Frankfurt im RheinEnergieStadion auf den 1. FC Köln – und will eine alte Rechnung begleichen. In den vergangenen Jahren hatte die SGE gegen die Domstädter schwer zu kämpfen: Nur zwei der letzten 18 Ligabegegnungen konnten die Hessen für sich entscheiden. Diesmal jedoch geht das Team mit neuem Selbstvertrauen in die Partie – und das verdankt es maßgeblich Torhüter Michael Zetterer.
Der 29-jährige Schlussmann, der im Sommer als Ersatzkeeper von Werder Bremen verpflichtet wurde, hat sich seit seiner Beförderung zur Nummer eins vor einem Monat zum Schlüsselfaktor entwickelt. Seine Leistungen haben nicht nur Stabilität in eine zuvor wackelige Abwehr gebracht, sondern sogar die Aufmerksamkeit der Nationalmannschafts-Verantwortlichen geweckt.
Zetterers Einfluss ist unverzüglich spürbar: In den elf Spielen, die er in dieser Saison von Beginn an bestritt, holte Eintracht Frankfurt im Schnitt 2,82 Punkte pro Partie – fast doppelt so viel wie in den Auswärtsspielen vor seiner Zeit als Stammtorwart. Seine Passquote liegt bei 74 Prozent (293 erfolgreiche von 396 Pässen), und sein Strafraumgebaren ist makellos. Unter seiner Führung wirkt die Defensive spürbar gefestigter.
Historisch betrachtet war Köln für die Frankfurter stets ein schwieriges Pflaster. Der letzte Bundesliga-Sieg im RheinEnergieStadion datiert aus dem Jahr 2017, als Sébastien Haller den entscheidenden Treffer erzielte. Davor gelang dies zuletzt Anthony Yeboah – und das bereits 1994. Trainer Dino Toppmöller will diese Statistik am Wochenende endlich ändern.
Die Kölner, aktuell auf Platz neun der Tabelle, zählen in dieser Saison zu den konstanteren Teams der Liga. Doch Toppmöller setzt auf Zetterers aktuelle Form – und den wachsenden Teamgeist –, um die Serie zu durchbrechen. Der Coach deutete sogar an, dass die Leistungen des Torwarts demnächst eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft nach sich ziehen könnten.
Ein Sieg in Köln wäre nicht nur der erste seit 2017, sondern auch ein klares Signal für einen Mentalitätswandel in einem Duell, das für Eintracht Frankfurt lange eine Hürde darstellte. Mit Zetterer im Tor und Toppmöllers taktischen Ansätzen, die zunehmend greifen, hat die Mannschaft reale Chancen, die negative Serie zu beenden – und vielleicht sogar den Aufstieg in der Tabelle einzuleiten.






