Udo Markus Bentz: Paderborns neuer Erzbischof mit Ambitionen auf DBK-Spitze
Wally KlemtUdo Markus Bentz: Paderborns neuer Erzbischof mit Ambitionen auf DBK-Spitze
Papst Franziskus ernannte Udo Markus Bentz Ende 2023 zum neuen Erzbischof von Paderborn. Die Amtsübernahme erfolgte im März 2024 und leitet damit ein neues Kapitel für das Bistum ein. Bentz, der für seine pragmatische Führungsweise und seine enge Verbindung zu den örtlichen Gemeinden bekannt ist, hat bereits spürbar Einfluss auf die Region genommen.
Seit seinem Amtsantritt hat Bentz alle 19 Dekanate bereist und sich mit zahlreichen Pfarrgruppen in Paderborn ausgetauscht. Sein zugänglicher Stil und sein Fokus auf Basisarbeit haben ihm den Ruf eines Bischofs eingebracht, der den Alltag der Gläubigen versteht.
Der 60-jährige Prälat war von 1998 bis 2002 als Privatsekretär des verstorbenen Kardinals Karl Lehmann tätig. Zwar gibt es keine dokumentierten direkten Auswirkungen dieser Tätigkeit auf seine heutige Arbeit, doch bleibt sie Teil seiner breiten Erfahrung. Nun rückt seine mögliche Kandidatur für eine höhere Führungsposition in den Blickpunkt.
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wird während ihrer Frühjahrsversammlung in Würzburg einen neuen Vorsitzenden wählen. Bentz gilt als aussichtsreicher Kandidat für dieses Amt, das die Vertretung der deutschen Bischöfe sowie die Leitung ihrer halbjährlichen Versammlungen umfasst. Falls gewählt, würde eine seiner Hauptaufgaben darin bestehen, den Reformprozess der Kirche – den sogenannten Synodalen Weg – voranzutreiben.
Bentz' Führung in Paderborn zeigt bereits einen Schwerpunkt auf Einheit und direkten Austausch. Sollte er zum DBK-Vorsitzenden gewählt werden, wird seine Fähigkeit, Konsens zu schaffen, entscheidend für die künftige Ausrichtung der Kirche sein. Die Frühjahrsversammlung in Würzburg wird darüber entscheiden, ob er diese erweiterte Verantwortung übernimmt.






