KI-Kameras sollen illegale Schleichwege in Köln während Baustelle blockieren
Eggert StriebitzKI-Kameras sollen illegale Schleichwege in Köln während Baustelle blockieren
Eine lokale politische Gruppe in Köln fordert strengere Kontrollen auf zwei Straßen, um Missbrauch während einer größeren Straßensperrung zu verhindern. Die Volt/FWG-Fraktion im Stadtrat setzt sich für den Einsatz elektronischer Überwachung auf dem Nittumer Weg und dem Zehntweg ein, da sie befürchtet, dass Autofahrer diese als illegale Schleichwege nutzen könnten. Der Vorstoß erfolgt, während der zweite Abschnitt der Altenberger Domstraße für neun Monate wegen Baustelle gesperrt bleibt.
Die Sperrung der Altenberger Domstraße begann am 9. Februar 2026 und zwingt die Verkehrsteilnehmer auf eine offizielle Umleitung über Leverkusen-Schlebusch. Diese Route verlängert die Fahrzeit um etwa 20 Minuten, was die Sorge schürt, dass viele Autofahrer stattdessen durch benachbarte Wohnstraßen abkürzen könnten.
Um dem entgegenzuwirken, schlägt die Volt/FWG-Fraktion KI-gestützte Kamerasysteme an den Ein- und Ausfahrten des Nittumer Wegs und des Zehntwegs vor. Diese sollen unbefugten Durchgangsverkehr automatisch erkennen und blockieren – und dabei datenschutzkonform arbeiten. Ähnliche Technologien werden bereits in Städten wie Berlin, München und Stuttgart eingesetzt, wo Echtzeit-Überwachung hilft, den Verkehr in Wohngebieten zu regulieren.
Vor der Umsetzung pocht die Fraktion auf eine umfassende rechtliche Prüfung sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse. Ihre Forderungen wird sie auf der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 vorstellen. Bei Zustimmung könnte das System später auch auf andere Ausweichrouten in der Stadt ausgeweitet werden.
Ziel des Antrags ist es, illegale Schleichwege während der Baustelle an der Altenberger Domstraße zu unterbinden. Bei Erfolg könnte das KI-gestützte Überwachungsmodell langfristig als Lösung für die Verkehrssteuerung auf künftigen Umleitungsstrecken dienen. Der nächste Schritt hängt von der Bewertung der rechtlichen und finanziellen Machbarkeit durch den Ausschuss ab.






