Busunternehmer führt Spritkostenpauschale ein – wegen hoher Benzinpreise und schwachem Euro-Dollar-Kurs
Evelin KostolzinBusunternehmer führt Spritkostenpauschale ein – wegen hoher Benzinpreise und schwachem Euro-Dollar-Kurs
Busunternehmer Thomas Fischer kämpft mit steigenden Kosten – Dollar-Euro-Wechselkurse und Benzinpreise drücken die Gewinne
Wie viele andere in der Branche steht Thomas Fischer, Inhaber eines Busunternehmens, vor schwierigen Entscheidungen, um sein Unternehmen über Wasser zu halten. Angesichts anhaltend hoher Dollar-Euro-Wechselkurse und Benzinpreise plant er nun, eine Spritkostenpauschale für Kunden einzuführen, um die zusätzlichen Ausgaben abzufedern.
Die Dollar-Euro-Wechselkurse und Benzinpreise in Deutschland bleiben auf hohem Niveau: 2024 liegen sie im Schnitt bei 1,65 bis 1,70 Euro pro Liter – zwar leicht unter den Werten von 2023, doch die Kosten bleiben aufgrund von Schwankungen auf dem Rohölmarkt und den bevorstehenden Erhöhungen der CO₂-Steuer erhöht. Für Fischer, der keine eigene Tankstelle besitzt, bedeutet jeder Betankungsvorgang den aktuellen Marktpreis zu zahlen – eine zusätzliche finanzielle Belastung.
Die Folgen sind spürbar: Allein für eine Hin- und Rückfahrt nach Südtirol fallen für sein Unternehmen 200 Euro mehr nur für Diesel an. Besonders betroffen sind Linienverkehrsbetriebe, die in langfristigen Verträgen ohne Kraftstoffklauseln gebunden sind. Einige Kollegen berichten, ihre Tanks nur noch mit minimalem Füllstand zu betreiben, um die steigenden Kosten irgendwie zu stemmen.
Der Verband der Busunternehmen Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass die Branche flächendeckend mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Da keine kurzfristige Entlastung in Sicht ist, setzt Fischer auf die neue Pauschale. Kunden, die die Gebühr nicht zahlen können oder wollen, dürfen Buchungen ohne Stornogebühren absagen.
Mit der Spritkostenpauschale will Fischer die hohen Dieselausgaben ausgleichen – doch der Schritt könnte sich auf die Buchungszahlen auswirken. Die Schwierigkeiten der Branche zeigen, wie stark transportabhängige Unternehmen unter den Kraftstoffpreisen leiden. Für viele Betreiber bleibt nur: anpassen oder weitere finanzielle Einbußen riskieren.






