Generation Z frustriert: Warum sie Bahn und Bus den Rücken kehrt

Evelin Kostolzin
Evelin Kostolzin
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Ein blaues Mercedes-Benz AMG GT Coupé mit schlankem, aerodynamischem Design, eckigen Scheinwerfern und einem großen Kühlergrill fährt eine Straße mit einer Wand im Hintergrund entlang.Evelin Kostolzin

Generation Z frustriert: Warum sie Bahn und Bus den Rücken kehrt

Eine neue Studie des ADAC zeigt, dass junge Menschen bei der Wahl ihrer Verkehrsmittel Tempo, Kosten und Bequemlichkeit höher gewichten als Nachhaltigkeit. Befragte der Generation Z äußerten zudem Frust über die aktuellen Verkehrssysteme – nur jeder Zehnte ist mit den vorhandenen Optionen zufrieden. Viele setzen stattdessen auf flexible Lösungen, darunter neue Technologien wie autonome Fahrzeuge und Lufttaxis.

Die Untersuchung macht eine deutliche Kluft zwischen den Erwartungen und der Realität junger Reisender deutlich. Zwar legen 61 Prozent der Generation Z Wert auf eine große Auswahl an Verkehrsmitteln, doch unzuverlässige Angebote – insbesondere bei der Bahn – treiben sie häufig ins Auto. Zwei Einwohner aus Kevelaer berichteten, nach wiederholten Verspätungen und Ausfällen im Öffentlichen Nahverkehr auf das Auto umgestiegen zu sein.

Umweltaspekte spielen für sie dabei eine untergeordnete Rolle. Stattdessen stehen Bezahlbarkeit, Verlässlichkeit und Komfort ganz oben auf der Liste. Diese Generation kombiniert je nach Situation verschiedene Verkehrsmittel – von E-Scootern und Leihrädern über Carsharing bis hin zu klassischen ÖPNV-Angeboten.

Für die Zukunft zeigt sich die Generation Z offen für digitale Mobilitätslösungen. Autonome Fahrzeuge, Mobility-as-a-Service-Plattformen (MaaS) und sogar Lufttaxis fanden in der Umfrage Zustimmung. Trotz ihrer Innovationsbereitschaft scheinen viele junge Menschen jedoch skeptisch, ob es tatsächlich zu einer nachhaltigen Verkehrswende kommen wird.

Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Generation, die sich mit einer Mischung verschiedener Verkehrsmittel an die Herausforderungen anpasst, von den bestehenden Systemen aber wenig überzeugt ist. Mit nur 10 Prozent Zufriedenheit in der Generation Z – im Vergleich zu über 25 Prozent bei den über 60-Jährigen – wächst der Druck auf zuverlässigere, bezahlbarere und flexiblere Reiseangebote. Ihre Bereitschaft, neue Technologien zu nutzen, könnte künftige Verkehrspolitik und -dienstleistungen prägen.

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