Deutsche Wirtschaft in der Krise: Nur vier Prozent der Unternehmen sind auf Personalausfälle vorbereitet

Eggert Striebitz
Eggert Striebitz
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Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Die Wirtschaft gerettet und den Verlauf der Pandemie verändert durch das American Rescue Plan" lautet, begleitet von Bildern in Blau- und Grüntönen.Eggert Striebitz

Deutsche Wirtschaft in der Krise: Nur vier Prozent der Unternehmen sind auf Personalausfälle vorbereitet

Deutsche Unternehmen könnten in einer schweren Krise an Grenzen stoßen, so eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Untersuchung zeigt erhebliche Lücken bei der Vorbereitung auf Materialengpässe, Arbeitskräfteausfälle und Infrastruktur-Engpässe. Zwar geben viele Unternehmen an, im Bereich Cybersicherheit gut aufgestellt zu sein – doch bei der allgemeinen Notfallplanung hapert es deutlich.

Laut dem IW-Bericht ist nur ein kleiner Teil der Firmen auf ernsthafte Störungen vorbereitet: Lediglich drei Prozent verfügen über Pläne für Materialknappheit, und nur vier Prozent sind auf größere Personalausfälle eingestellt. Weniger als fünf Prozent unterhalten Reservelieferverträge, obwohl 24 Prozent angeben, Infrastrukturengpässe in einer Krise bewältigen zu können.

Bei der Cybersicherheit sieht die Lage deutlich besser aus: 86 Prozent der befragten Unternehmen berichten von wirksamen Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe. Viele haben zudem Vorkehrungen gegen Desinformation, Sabotage und Spionage getroffen. Die Studie nennt jedoch keine konkreten Unternehmen, die als unzureichend vorbereitet eingestuft wurden. Das IW betont, dass wirtschaftliche Resilienz für die Landesverteidigung und Abschreckung – insbesondere gegenüber Russland – von zentraler Bedeutung sei. Militärische Maßnahmen allein reichen demnach nicht aus; erforderlich sei eine systematische Einbindung der Wirtschaft. Zu den größten Herausforderungen in einer Krisensituation zählten die Hochfahrt der Rüstungsproduktion, die Freistellung von Mitarbeitenden für den Militärdienst sowie die Sicherung von Lieferketten. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung wird dabei als oberste Priorität angesehen – sowohl aus praktischen als auch aus sicherheitspolitischen Gründen. Ohne bessere Vorbereitung könnten Unternehmen in einem Verteidigungsszenario vor ernsthafte Probleme gestellt werden, warnt der Bericht.

Die Ergebnisse offenbaren klare Schwachstellen in der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit Deutschlands. Zwar sind Cybersicherheitsmaßnahmen weit verbreitet, doch den meisten Unternehmen fehlen Notfallpläne für Materialengpässe oder Personalausfälle. Das IW fordert eine stärkere Verzahnung von Wirtschaft und Verteidigungstrategien, um in Krisenzeiten Stabilität zu gewährleisten.

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